Von überall her strömen derzeit Künstler in die Hauptstadt, und das nicht nur wegen der günstigen Rahmenbedingungen, denn noch sind die Mieten und Lebenshaltungskosten in Berlin vergleichsweise billig. Besonders geschätzt wird eine Infrastruktur für improvisierende Musiker, die weitgehend selbst organisiert ist. Dass dieses Netz mangels staatlicher Unterstützung dennoch äußerst fragil bleibt, ist die Kehrseite der Medaille. Einer der Hauptakteure der jungen Impro-Szene ist der Bassist Clayton Thomas, der erst vor gut einem halben Jahr von Sydney nach Berlin umzog und jetzt schon so hoch gelobt wird, dass prominente Kollegen wie Axel Dörner und Johannes Bauer bereits Schlange stehen, um ihn zu engagieren. Am 2. und 3. November spielt Clayton Thomas nun mit Peter Brötzmann im Jazzclub Schlot ( jeweils 23 Uhr), am 4. November mit Bauer und Paul Lovens im Ausland (21 Uhr).
Zusammengestellt von Christian Bröcking und Axel Stinshoff. |