Lee Konitz wird am 13. Oktober 80 Jahre alt - und begeht seinen Geburtstag mit einem Konzert am gleichen Tag beim Enjoy Jazz Festival in der Alten Feuerwache in Mannheim. Konitz, 1927 in Chicago geboren, gilt mit Lennie Tristano als einer der Musiker, der dem so genannten Cool Jazz den Weg bereitet hat. Er selbst mag solche Kategorien aber nicht: Ein seltsamer Begriff, sagte er vor einem Jahr in Jazz thing, der nur eine Trennlinie zwischen schwarzen und weißen Musikern ziehen sollte. Der Altsaxofonist war an Miles Davis´ epochaler Aufnahme Birth Of The Cool beteiligt und spielte in seiner langjährigen Karriere unter anderem mit Gerry Mulligan, Attila Zoller, Albert Mangelsdorff und Bill Evans. Obwohl Konitz mit jeder Besetzungsgröße arbeitet, ist ihm das kammermusikalische Duo besonders wichtig: Richtige Improvisation, Instant Composing, beginnt im Quintett, Quartett. Besser noch ist ein Trio oder gar ein Duo. Gerade erschienen sind drei solcher Duo-Aufnahmen mit Konitz, mit denen er seinen Anspruch unterstreicht: October Waltz (Laika/Rough Trade) mit dem Pianisten Frank Wunsch, Ashiya (Pirouet/H´Art) mit dem Pianisten Walter Lang und Meeting Again (Challenge/sunny moon) mit dem Bassisten Hein Van de Geyn. In Mannheim wird Lee Konitz allerdings mit dem New Nonet - unter anderem mit dem Tenorsaxofonisten Ohad Talmor - zu hören sein.
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Enjoy Jazz
Zusammengestellt von Martin Laurentius und Axel
Stinshoff. |