Max Roach ist tot: Der Schlagzeuger starb in der Nacht zum 16. August in seiner Wohnung in New York. Roach, am 10. Januar 1924 in New Land, North Carolina geboren, revolutionierte nicht nur das Schlagzeugspiel, sondern war auch ein Wegbereiter des modernen Jazz. Kaum ein Jazz-Schlagzeuger würde heute zögern, Roach den einflussreichsten Pionier der modernen Spielweise zu nennen, schreibt Hans-Jürgen Linke in der Frankfurter Rundschau. Zudem politisierte er vor allem in den 1960er-Jahren die Jazzszene in den USA. Mit seiner 1960 geschriebenen ,Freedom Now Suite lieferte er der schwarzen Bürgerrechtsbewegung zudem einen ersten Soundtrack, der den Marsch zur Gleichberechtigung in den Polyrhythmen Afrikas auflöste. Und die Agonie der geknechteten afroamerikanischen Seelen mit den unfassbaren Schreien seiner Lebensabschnitts-Ehefrau Abbey Lincoln eine bedrückende Gestalt verlieh, heißt es im Nachruf der Tageszeitung Die Welt. Auch Tobias Rapp unterstreicht in seinem Nachruf in der taz Roachs politischen Anspruch: Und ,We Insist! The Freedom Now Suite, die er 1960 zusammen mit seiner Frau, der Sängerin Abbey Lincoln, herausbrachte, war eine der ersten Jazzplatten, die so offensiv wie radikal Positionen des Black nationalism in der politischen Auseinandersetzung mit der Bürgerrechtsbewegung bezog. Max Roach wurde 83 Jahre alt.
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Nachrufe auf Max Roach:
Die Welt
Frankfurter Rundschau
taz
Zusammengestellt von Martin Laurentius und Axel
Stinshoff. |