Am 6. Mai, nur wenige Stunden vor seinem Auftritt beim New Orleans Jazz & Heritage Festival, starb der Klarinettist Alvin Batiste in seiner Heimatstadt. Er wurde 1932 in New Orleans geboren und war dort einer der Begründer des modernen Jazz. Von Batiste gibt es nur wenige Platten, die jüngste ist gerade bei Marsalis Music unter dem Titel Marsalis Music Honors Alvin Batiste erschienen. Neben Branford Marsalis wirkte bei dieser Aufnahme auch Batistes Ehefrau Edith Chatters mit. Viele Jahre unterrichte Batiste an dem von ihm geleiteten Jazzinstitut an der Southern University in Baton Rouge. Wynton und Branford Marsalis, Donald Harrison, Henry Butler und Kent Jordan gehörten zu seinen Schülern. Als 1993 bei Columbia Records sein Album Songs, Words And Messages, Connections erschien, kündigte das Label Batiste als legendären Jazzpionier an. Auf der Platte findet sich auch eine Hommage an seinen Lehrer Sidney Bechet. Batiste, der mit Ray Charles tourte, mit dem Schlagzeuger Ed Blackwell befreundet war und Mitte der 1950er mit Ornette Coleman zusammen experimentierte, fühlte sich zeitlebens der Avantgarde verbunden. In jüngster Zeit unterrichtete er noch am New Orleans Center for Creative Arts. Batiste starb an Herzversagen und wurde 74. Beim Jazz & Heritage Festival hätte er gemeinsam mit Harry Connick Jr. und Branford Marsalis auftreten sollen - das Konzert fand im Gedenken an Alvin Batiste statt.
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Marsalis Music
Zusammengestellt von Christian Broecking und Axel
Stinshoff. |