Die Schließung des Tonic hat in New York eine Protestwelle ausgelöst: Die sich für den Erhalt von Spielstätten wie dem Tonic stark machende Initiative Take It To The Bridge organisierte wenige Tage nach der Schließung eine spontane Demonstration auf den Stufen des Rathauses von New York -- mit Musikern der Downtown-Avantgarde-Szene. Am Tag nach dem letzten Konzert im Tonic, am 14. April, waren noch einmal Musiker inoffiziell im Konzertsaal zu hören. Danach wurden aber der Gitarrist Marc Ribot und die Sängerin Rebecca Moore von der Polizei in Handschellen abgeführt und für fünf Stunden festgenommen. Wurde Steven Bernstein in der New York Times Ende März noch zitiert: Mit meiner Band bin ich Headliner auf vielen bedeutenden Festivals in Europa. Und in New York gibt es nur noch einen einzigen Club, in dem ich auftreten kann -- und der macht jetzt zu, so sieht sein Kollege Ribot die Situation differenzierter. Viele der so genannten Downtown-Künstler New Yorks würden ihr Geld in Europa verdienen, sagt der engagierte Musiker. Doch auch dort sei es nicht selbstverständlich, dass die Festivals und Clubs für improvisierte Musik subventioniert seien. Man müsse sich bewusst machen, dass das alles hart erkämpft sei. Nach europäischen Vorbild sollten sich nun auch die New Yorker Politiker für die Avant-Kultur stark machen, schreibt Christian Broecking in der Berliner Zeitung.
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Tonic
Take It To The Bridge
Zusammengestellt von Martin Laurentius und Axel
Stinshoff. |