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Blue Rhythm 25
nummer 27
frühjahr 2005

 

Dizzy Gillespie: Neues Buch

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11.02.2005
04.02.2005
28.01.2005

Donald L. Maggin - Dizzy: The Life and Times of John Birks GillespieIn seinem Buch „Dizzy: The Life and Times of John Birks Gillespie“ errinnert Donald L. Maggin an das Leben des Trompeters Dizzy Gillespie. Nach dem Tode von Miles Davis 1991 hatte er das Rauchen aufgegeben, die Havanna Cigarre war lange sein Markenzeichen gewesen - ganz im Einklang mit dem, was er musikalisch in den modernen Jazz einbrachte: die Orientierung auf afrokubanische Rhythmik.

Gillespie gilt als Erfinder des Bebop, der Scatsänger Dizzy trug seinen Mitmusikern neue, schwierige musikalische Phrasen mit den Silben Be und Bop vor. In den letzten zwanzig Jahren, er starb am 6. Januar 1993, war er als Anhänger der Bahai-Religion zur politischen Abstinenz verpflichtet. Er glaubte seiner Religiosität viel zu verdanken. Vielleicht weil er die Drogenexzesse der Bebop-Väter und -Söhne überlebte; weil die über 50jährige Ehe mit seiner Frau Lorraine in die Geschichte des amerikanischen Showbiz eingegangen ist; vielleicht auch weil er einer der ganz wenigen Jazzmusiker war, die es auch finanziell geschafft haben.

In dem Thriller „The Winter in Lisbon“ (1990) spielte Dizzy Gillespie einen Expatriate, einen amerikanischen Jazzmusiker in Europa. In einer Szene sitzt er am Klavier und erzählt davon, warum er Amerika verließ, von Rassismus und Drogen, und auch davon, dass die Leute nichts von dem Druck verstanden haben, der seinen Weggefährten Charlie Parker und auch Billie Holiday gekillt hat; davon, dass er mehr tote Freunde als lebende habe, und dass so viele afroamerikanische Musiker ihr Heimatland verlassen mussten, um zu überleben. Gillespie brauchte dafür kein Script. Er brauchte nur vom Leben zu erzählen.

„Dizzy: The Life and Times of John Birks Gillespie“ hat 432 Seiten und erscheint im März bei Harper Entertainment.

Zusammengestellt von Axel Stinshoff und Christian Broecking.