Jazz thing präsentiert:
22. Africa Festival Würzburg 21. – 24. Mai 2010
Die erste Fußballweltmeisterschaft in Afrika: Da stand es für die Würzburger Festivalmacher von Anfang an fest, dass die Klänge und Kultur Südafrikas im Fokus des diesjährigen Programms stehen sollen. Mit dabei sind alte Bekannte und natürlich junge Talente, die tagsüber und im Abendprogramm die Besucher mit urbanen Beats und traditionellen Klängen, mit erdigen Grooves und umwerfenden Harmonien in ihren Bann ziehen.
Also: Es ist 16 Jahre her, seit Busi Mhlongo zum ersten Mal in Würzburg auftrat, kurz nach dem Ende der Apartheid. Die quirlige Sängerin, Songschreiberin und Tänzerin kocht aus alten Zulu-Traditionen, rockigen Rhythmen und jazzigen Riffs ihren ganz eigenen Sound, der als Urban Zulu ihr Markenzeichen geworden ist. Die temperamentvolle kleine Frau wird mit ihrer Band Twasa am Freitag das Publikum beim Africa Festival in Trance versetzen, nachdem The Voice Of South Africa diesen Abend eröffnet hat: Kein Geringerer als Vusi Mahlasela kehrt nach sieben Jahren wieder zurück an den Main, um seine Lieder zu präsentieren. Der politisch engagierte Sänger begleitet sich mit der akustischen Gitarre und wird auch diesmal kein Blatt vor den Mund nehmen. Am Samstag will noch ein Act aus Südafrika das Zelt in Raserei versetzen, denn die schwarzen und weißen Musiker der Band Freshly Ground sorgen mit ihrer energiegeladenen Sorte Popmusik für jede Menge Dancehall-Fieber. Nicht umsonst hat der südafrikanische Fußballverband die Gruppe zu Kulturbotschaftern der Fußball-WM ernannt.
Weiter geht’s nach Zimbabwe: mit dem Sohn des legendären Oliver Mtukudzi und den Gästen Max Wild und Chiwoniso. Die Idee, Sam Mtukudzi mit der Mbira-Spielerin und Sängerin Chiwoniso zusammenzubringen und auf den in Zimbabwe geborenen deutschen Saxofonisten Max Wild treffen zu lassen, wurde von den Würzburgern ausgebrütet. Man darf gespannt sein, welcher Mix sich in diesem exklusiven Konzert ergibt. Der Sonntag präsentiert wieder einmal eine junge Sängerin von den Kapverden, diesmal ist es die im Senegal geborene Mariana Ramos. Da passt der Superstar des Abends natürlich bestens.
Das musikalische Aushängeschild des Senegal reist mit einem neuen und außergewöhnlichen Konzept an. Youssou N’Dour hat sich nämlich in Kingston umgetan und in Bob Marleys Tuff Gong Studio die bauchigen Bässe und Riddims des Reggae mit dem wuchtigen Mbalax seines Heimatlandes fusioniert. Das Album dazu erscheint im Frühjahr und N’Dour wird seine neuen Entdeckungen präsentieren – live in Europa, hier in Würzburg. Mit Reggae geht das Festival am Pfingstmontag ins Finale. Der junge Musiker Takana Zion stammt aus dem westafrikanischen Guinea, predigt Roots Reggae pur und hat bisher zwei Alben veröffentlicht, deren Kracher er hier vorstellen wird.
Und last not least präsentiert Frank Dellé seinen Solo-Ausflug von Seeed mit ultracoolem Groove. So weit das Abendprogramm des 22. Africa Festivals. Auch tagsüber geht es rund auf dem Festplatz. Live-Musik, ein großer Basar, Filme und ein Kinderprogramm, Podiumsdiskussionen und ein Tuareg-Nomadenlager sowie ein Zelt-Forum der Würzburger Uni zum Thema „Leben mit AIDS“ bieten den Besuchern jede Menge Unterhaltung und Information.
Info und Tickets: www.africafestival.org |