Nicht kleckern, sondern klotzen: Das könnte das Motto des Jazzfests Gronau sein, das in diesem Jahr vom 26. April bis zum 6. Mai bereits zum 24. Mal stattfindet.
Das Line-up bietet jedenfalls die großen Stars: Neben dem amerikanischen Donnerdaumen Marcus Miller, der in den letzten Jahren nicht nur durch seine Miles-Davis-Projekte von sich reden gemacht hat, ist sein israelischer Bassistenkollege Avishai Cohen zu Gast, dessen Album „Seven Seas“ (Blue Note/EMI) im letzten Jahr ein großer Erfolg war.
Die WDR Big Band präsentiert sich mit den amerikanischen Stargästen Randy Brecker und Chris Potter, und auch Klaus Doldinger’s Passport hat sich Verstärkung geholt: Joy Denalane und Max Mutzke greifen zum Mikrofon. Der australische Fingerpicking-Virtuose Tommy Emmanuel spielt genauso wie der italienische Tastenderwisch und European-Song-Contest-Überraschung Raphael Gualazzi – der zweite Platz für einen waschechten Jazz-Crooner hatte im doch eher seichten Musikwettbewerb jedenfalls absoluten Seltenheitswert.
Ebenfalls aus Italien kommt der Klangtüftler und Beatbastler Nicola Conte, der 2011 mit seinem Album „Love & Revolution“, auf dem unter anderem José James, Till Brönner und Timo Lassy zu Gast waren, das ehrwürdige Impulse!-Label revitalisieren durfte. Aus England in Udo Lindenbergs Geburtsstadt eilt Gesangslegende Georgie Fame, der zwischen seinen Hits aus den 60er-Jahren („Yeh, Yeh“) und seinen Kollaborationen mit Van Morrison oder Alan Price auch stets ein Herz für Jazz und Blues hat.
Doch neben den großen Stars der Szene hat Gronau immer auch einen Platz für unbekannte Amateurgruppen – die beliebte „Lange Nacht“ mit über zwanzig Bands wird in diesem Jahr am Freitag, dem 4. Mai, über die Bühne gehen. Es spielen unter anderem The Maryland Jazzband of Cologne, die Woodhouse Jazzband, The Dixie Dudes, die New Orleans Brass Connection und die Bakshish Brass Band. Auf jazzfest.de kann man sich genauer über die Sause im westlichen Münsterland informieren.











