Jazz thing präsentiert
JazzFest Gronau
Gronau im Münsterland ist die Heimat von Udo Lindenberg und des Rock- und Pop-Museums, doch einmal im Jahr werden auf dem Jazzfest andere Musikfarben präsentiert. In diesem Jahr feiert das Festival ein Jubiläum: Die 25. Ausgabe des Jazzfests findet vom 25. April bis zum 5. Mai statt, und wie üblich geben sich nationale und internationale Stars die Klinke in die Hand.

Den Anfang macht am 25. April der französische Akkordeonist Richard Galliano, der als Erneuerer der Musette-Tradition seines Heimatlandes gilt und seinem Instrument auch im Jazz neue Räume erobert hat. Mit seinem letzten Album „Nino Rota“ huldigte der Mann aus Frankreich der Musik des italienischen Filmkomponisten, an seiner Seite prominente Bläser wie Dave Douglas und John Surman.
Al Jarreau, der einen Tag später in Gronau gastiert, gehört seit vier Jahrzehnten zu den absoluten Publikumslieblingen in Deutschland. Der Jazz-thing-Titelstar erlebte im vergangenen Jahr neue kreative Höhen. Mit einem Livealbum, das er zusammen mit dem niederländischen Metropole Orkest einspielte, hüllte er seine Vokalkunst in großorchestrale Farben.
Zwei der angesagtesten deutschen Musiker sind am 27. April in Gronau zu Gast: Der einstige Freundeskreis-Frontmann Max Herre ist ein Wortakrobat, der das Spiel mit der Sprache und den groovenden Rhythmen geradezu meisterhaft verbindet. Mit dem ungemein stilsicheren Sound seiner Band The Ruffcats im Rücken tritt der exzellente Entertainer und begnadete Performer Flo Mega an.
Einen Tag später bestreitet der Mann den Abend, der auf einen ECHO Jazz abonniert zu sein scheint: Götz Alsmann hält die Fahne des Jazzschlagers hoch und hat diesen auf seinem letzten Album „In Paris“ um faszinierende französische Klangfarben erweitert. Am 2. Mai kommt mit Ian Anderson’s Jethro Tull eine Band nach Gronau, die seit den 70er-Jahren ihre ureigene Mischung aus britischem Folk und progressivem Rock immer weiter verfeinert hat. Erst unlängst ist eine stark erweiterte Fassung ihres legendären Albums „Thick As A Brick“ erschienen.
Mit einem Doppelprogramm kommen die Tanzwütigen auf ihre Kosten: Mit der Earth, Wind & Fire Experience featuring the Al McKay All Stars will der ehemalige EWF-Gitarrist die Musik seiner einstigen Stammband lebendig halten. Daneben gastiert mit Mezzoforte die isländische Fusion-Band, die seit einigen Jahren mit einigen deutschen Musikern ihrem langlebigen Genre neue Impulse verliehen hat.
Das sind die Höhepunkte des Hauptprogramms, daneben gibt es noch die bewährte lange Kneipennacht sowie diverse Frühschoppenkonzerte am letzten Festivaltag. Wer sich genauer informieren möchte, kann dies unter jazzfest.de tun.











