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41. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2010
28. bis 31. Oktober
 
   
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Wanja Slavin. Schmucke Schleifen [1/1]

Wanja Slavin
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Ein Debüt mit reichlich Anlaufschwierigkeiten: Eine kleine Ewigkeit dauerte es, bis der Berliner Altsaxofonist und Klarinettist Wanja Slavin sein vor deutlich über zwei Jahren gezeugtes Baby endlich in den Händen halten durfte.

Im Mai 2005 gab es bereits eine Art Prototyp der Band, die heute auf der CD „Scirocco“ (Jazzwerkstatt) musiziert. Doch in der Idylle in der Toskana, wohin man sich zum Kennenlernen/Proben zurückgezogen hatte, platzte der Knoten musikalisch nicht. Erst eine Unterbrechung und die personelle Umgestaltung des Ensembles brachten vierundzwanzig Monate später, wieder im Norden Italiens, das gewünschte Ergebnis und führten unmittelbar zur jetzt vorliegenden Aufnahme. An der bekundete zunächst eine Major Company ihr Interesse, machte aber ein Jahr später einen Rückzieher. Als Wanja Slavin dann endlich eine geeignete Firma für seine komplizierte Musik fand, blieb seine Einspielung auch erst einmal eine Weile liegen

„Es ist schon komisch für mich, mir das heute anzuhören“, sagt der Twen, der sich einst als Teil der Band Hipnosis erste Meriten erwarb. „Ich würde heute sicher vieles anders machen, doch im Großen und Ganzen ist mir nichts peinlich, was auf der CD zu hören ist.“

Das muss es auch nicht sein. Im Gegenteil. Ein wenig Stolz wäre angebracht. Denn was der Münchner Wahl-Berliner mit seinem ansteckend aufspielenden Quintett und dem herrlich durchgedrehten Médéric Collignon als Gast (Stimme, Taschentrompete) aufführt, ist streckenweise furios. Ständig wechseln die Texturen, toben sich scharfkantige Melodien und tückische Rhythmen über repetitiven Strukturen aus, die dann in freien Passagen münden. Wanja Slavin:

„Vieles basiert auf loopartig Angelegtem. Diese Loops, die oft gar nicht als solche zu erkennen sind, weil sie nie sonderlich konsequent durchgezogen werden, geben immer nur eine Stimmung vor oder dienen uns als Sprungbrett. In manchen Stücken, wie etwa der ersten Nummer, hat mich Kontrapunktisches interessiert. Die Aufgabestellung war: Wie kann ich ein Stück mit Linien vollpacken, ohne dass dabei die ursprüngliche Information verloren geht.“

Text und Foto: Ssirus W. Pakzad

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