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Hans Ulrik. Es ist was toll im Staate Dänemark

Hans Ulrik
Hans Ulrik mit Saxofon
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„Hast du schon mal Hans Ulrik spielen hören?“, fragte mich David Sanborn kürzlich bei einem Interview, kurz nach einem Konzert mit der Danish Radio Big Band unter Maria Schneider in Wien: „Was für ein großartiger Saxofonist!“

Mit seiner Wertschätzung steht der Amerikaner nicht alleine da. Prominente Landsleute Sanborns wie John Scofield, Peter Erskine oder Steve Swallow ließen sich vom dänischen Saxofonisten, Bassklarinettisten und Mundharmonikaspieler schon ins Studio locken und sparten hinterher nicht mit überschwänglichen Komplimenten.

Derzeit ist Hans Ulrik mit seiner einheimischen Gruppe Jazz & Mambo und dem Album „Danish Standards“ (Sundance/sunny moon) zu Hause im Gespräch, wohl auch, weil er sich auf der CD ausschließlich dem Liedgut seines Heimatlandes widmet. Altbekannte Melodien, einige davon deutlich über 100 Jahre alt, machte er jazzkompatibel.

„Die Stücke auf meiner CD sind in Dänemark alle sehr bekannt. Welche Verbindung es zwischen ihnen gibt? Nun, es sind meiner Meinung nach einfach alles wunderschöne Songs und für das Saxofon wie gemacht. Einige habe ich so stark umarrangiert, dass manch einer schon sehr offen sein muss, um einen Song, den man sein ganzes Leben kennt, plötzlich so anders wahrnehmen zu können.“

Interessant ist, dass Ulriks luftige, charmante und bisweilen sehr witzige Arrangements von dänischen Kinder- und Kirchenliedern, Folksongs und Evergreens so viele Klangfarben aus anderen Regionen der Erde tragen: karibische, indische, amerikanische, speziell aus den Südstaaten.

„Eigentlich hat sich das ganz natürlich entwickelt und entstand nicht aus der Intention heraus, dem Ganzen einen ‚World'-Anstrich zu geben. Unsere Kultur funktioniert heutzutage so. Geh doch nur mal auf die Straße und schau und hör dir an, wie unterschiedlich wir alle aussehen und klingen. Wir sollten die Möglichkeiten des kulturellen Austausches nutzen und wertschätzen. Leider gibt es nationalistische Tendenzen in vielen reicheren europäischen Ländern. Auch wenn es ein wenig vermessen klingt: Wenn unsere Musik nur ein kleines bisschen helfen kann, ein positives Licht auf andere Kulturen zu werfen, dann wäre das großartig.“

Text: Ssirus W. Pakzad

 

reviews:

Website von Hans Ulrik: www.hansulrik.dk

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